Weiter zum Inhalt

Dirty Job oder Rettungsanker? … als Interim Manager Brücken bauen

Als Interim Manager stösst man zu Beginn oft auf wenig offene Ohren. Denn selbstverständlich gibt es auch hier ausreichend Argumente, ein entsprechendes Angebot dankend abzulehnen: Die Einarbeitung ist aufwändig, ev. fällt sie gar doppelt an, die Lösung ist teuer – oder einfach „wir schaffen das alleine“.

In der Tat kann bei näherer Betrachtung die Aufgabe wenig attraktiv oder gar beängstigend wirken. Häufig werden Interim Manager in Krisensituationen einge­setzt: um ein aufkeimendes Feuer zu löschen, um den lodernden Grossbrand ein­zudämmen oder die Kohlen aus der Ruine zu holen. Oder sie werden angehalten, unliebsame Tätigkeiten zu übernehmen – sogenannte „dirty jobs“. Somit sind Inte­rim Manager auch ein bisschen Feuerwehrmänner. Gar Wikipedia gibt zu, dass Interim Management bis vor einigen Jahren stark mit dem Thema „Sanierung“ as­soziiert wurde. Demzufolge erstaunt die kritische Haltung nicht.

Wie immer gibt es auch hier mindestens zwei Betrachtungsweisen. Interim Mana­ger können auch Brückenbauer sein: nämlich als wertschöpfende Lösung zwi­schen bisherigem und neuem Stelleninhaber, als verbindendes Glied der Kette zur Überwindung von fehlenden Ressourcen in einem Projekt oder als helfende Hand bei längerfristigem Ausfall eines Teammitglieds. Ein wunderbares Bild, das der Ret­tung bedeutend näher kommt als der Tragödie.

Interim Manager sind es sich gewohnt, die aktuelle Ausgangslage gesamtheitlich zu erfassen und rasch auf neue Situationen Einfluss zu nehmen. Sie verfügen über ein breites Know-how in ihrem Spezialgebiet, steuern den Ein­satz zeitlich flexibel und zeigen sich neutral und offen für Neues – richtige Brückenbauer eben. Und doch gefällt und passt auch das Bild des Feuerwehrmanns: Er agiert rasch, um­sichtig und fokussiert, womit er unterstützend wirkt. Genau so, wie Interim Manager es eben auch tun. So sind wir Interim Ma­nager wohl einfach Brückenbauer und Feuerwehrmänner gleichermassen.

Den Blog als pdf-Datei sichern

3 Kommentare

  1. Avatar
    Markus Mäder

    Hallo Coni
    Danke für die gute Zusammenfassung! Ich möchte noch einen wichtigen Punkt ergänzen:
    Die Aussensicht des AI Managers gegenüber der Betriebsblindheit ist gerade in Krisensituationen entscheidend.

    LG Markus

    Antworten
  2. Avatar
    Plaz Romana

    Liebe Coni,
    Wie immer sehr treffend formuliert. Vielen Dank.
    Gruss aus dem HR- Alltag.
    Romana

    Antworten
  3. Avatar
    Beatrice Erb

    Guter Perspektivenwechsel. Und wie immer eine Anregung, die Sachlage differenziert und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Gruss, Beatrice

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu Plaz Romana Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Dies ist ein Pflichtfeld.
Dies ist ein Pflichtfeld.
Dies ist ein Pflichtfeld.

Bleiben wir in Kontakt

Informiert und inspiriert bleiben

Bitte geben Sie eine gültige E-Mail Adresse ein.
HRgenau verfasst regelmässig Artikel zu HR Themen. Melden Sie sich für den Newsletter an und freuen Sie sich über meine (Denk)Anregungen.