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Führungskraft sein, gerne … aber bitte ohne herausfordernde Aufgaben

Ein Weiterkommen wird immer noch zu oft und dann ausschliesslich im Rahmen einer hierarchischen Entwicklung gesehen. Dass „Führen“ weit mehr heisst, als nur Aufsteigen, erfahren wir spätestens bei den ersten personellen Herausforderungen. Denn Führen bedeutet insbesondere auch, an sich selbst zu wachsen. Oft und gefühlt ist es sogar ein über uns selbst Hinauswachsen.

Haben Sie die Aussage „Nach 12 Monaten hat jede Führungskraft nur die Mitarbeiten­den, die er/sie verdient“ auch schon gehört? Sie mag auf den ersten Blick resp. das erste Hinhören be­fremden. Auch bei ihr wird sich – wie immer – eine Ausnahme finden. Diesen Regelfall blende ich ausnahmsweise aus. Und konzentriere mich auf den üblichen Alltag.

Als HR Ansprechpersonen sind wir idealerweise aktiv involviert, wenn es darum geht, mit den Führungskräften die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Mitarbeitenden zu beleuchten. Optima­lerweise werden ergänzende Aufgaben angedacht. Oder gar ein Karriereschritt eingeleitet. Immer wieder wird es aber auch nötig sein, Entwicklungsmassnahmen zu definie­ren. Weil Leis­tung, Verhalten oder Denk- und Handlungsweise nicht den Vorstellungen der Leitung ent­sprechen.

(Zu) oft stellen wir fest, dass klare Botschaften der Führungskräfte bei Unzufriedenheit mit der einen oder dem andern Mitarbeitenden wegbleiben. Lieber macht man die Faust im Sack. Besser delegiert man die Aufgaben an andere ab. Oder erledigt sie selber. (Zu) selten bezie­hen Führungskräfte fair und transparent Stellung und deklarieren ihre Erwartungshaltung. Das verhindert ein gemeinsames Arbeiten an den erkannten Defiziten. Denn das würde heissen: Ansprechen. Gemeinsame Nenner finden. Ziele vereinba­ren. Sich wiederholt austauschen. Neu verifizieren. Massnahmen anpassen – und dann wieder von vorne. Kurz und gut: perma­nent dranbleiben. Allein der Gedanke lässt von der Anstrengung zurückschrecken. Ge­schweige denn, der Entschluss, aktiv daran zu arbeiten.

Meist hoffen Vorgesetzte – bewusst oder unbewusst – auf unerwartete Wunder. Hoffen da­rauf, dass der Mitarbeiter sich doch bitte selbst verändern könne. Oder sie versuchen mit ei­ner internen Versetzung eine Verbesserung zu erzielen. An­derswo im Hause klappt es be­stimmt besser.

Weshalb bereitet die Führungsaufgabe bei Mitarbeitenden, die nicht vollends in der ge­wünschten Bahn laufen, immer wieder Mühe? Was hindert uns, negative Aspekte anzuspre­chen und gemeinsam nach Lösun­gen zu suchen? Die Führungskraft verunmöglicht durch Passivität oft dem gesamten Team, an und in sich selbst zu wachsen. Und sorgt gleichzeitig für den eigenen, zweifelhaften Ruf. Und deswegen scheint mir die Aussage zu Beginn des Bei­trags spannend: %22Nach 12 Monaten hat jede Führungskraft nur die Mitarbeiten­den, die er/sie verdient.%22 Ein Team ist nur genau so gut, wie seine Führungskraft es ist.

Ich bin überzeugt, dass in all den unzähligen Leadership-Ausbildungen ein ideales Vorge­hen beschrieben und geübt wird. Oder dass ein Buch der Wahl sehr anschaulich und ein­fach er­läutert, wie vorzugehen ist. Nützt alles nichts, stehe ich mit meiner Erfahrung als HR Fachspe­zialistin und Coach als weitere Option zur Verfügung. Ich freue mich auf Ihre Kontakt­aufnahme.

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