Meine neue Lebenssituation verlangt von mir proaktives Handeln. Ansonsten würde ich einen Grossteil meiner Freizeit allein gestalten. In meinem letzten Blog habe ich es angetönt: Ich lerne u.a. via Facebook spannende neue Leute kennen. Als (zukünftige) Camperin habe ich zahlreiche Gruppen in Facebook gefunden, deren Mitglieder sich genauso wie ich für diese Art Reisen begeistern. Ob anfänglich auf einer gemeinsamen Wanderung oder einfach bei einem Frühstück in ungezwungener Umgebung; die ersten Kennenlernen lassen hoffen, dass hier und da gemeinsame Stunden auf Reisen folgen.
Dann gibt es die Gruppe, die sich als Freunde meiner zweiten permanenten Ferienregion betiteln. Mehrere Aufrufe nach einer gemeinsamen Wanderung oder einem Bikeausflug blieben unbeantwortet. Lieber zog man allein oder in trauter Zweisamkeit los. Dass Mitglieder dieser Gruppe gleichzeitig vor Ort waren, liess sich unweigerlich anhand der zahlreichen Bilder in der Facebookgruppe erkennen.
Auch in beruflicher Hinsicht macht man es den potenziellen neuen Kolleg:innen immer einfacher: Der Aufwand für den Versand einer Bewerbung wird kräftig minimiert. Oder gar ganz abgeschafft, indem direkt ein Kennenlerntermin gebucht werden kann. Und doch meldet sich niemand.
Wo liegt der Unterschied? Wann reagiert der Mensch auf (unbekannte) Anfragen? Auf potenzielle Neuerungen? Ich zweifle daran, dass es mit dem Typ Mensch zu tun hat und damit, wie sich die Person für Neues begeistern lässt. Steht das eigene Ich zu fokussiert im Zentrum und Aufwand und Ertrag werden immer wieder neu abgewogen? Oder ist es einfach die Verbindlichkeit, die keiner mehr eingehen mag?
Als Vollblutpersonalerin gehe ich immer wieder neue Wege, Personen für mein berufliches Umfeld zu begeistern. Als Privatperson zeige ich mich gerne offen, neue Möglichkeiten auszuloten. Provokativ gefragt: Was unterscheidet mich vom Rest der Welt? Ich bin gespannt, mehr über deine Gedanken zu erfahren und wie du es einschätzt.
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