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Die liebe Zeit… und was wir damit anfangen

Wann könnte es passender sein, als über Zeit nachzudenken als inmitten der Ferienzeit? Währenddem eine Menge an alltagsgestressten Mitbürgerinnen und Mitbürgern entnervt das Weite suchen – und damit notabene unverändert im Stressmodus hängen bleiben – sitze ich entspannt da und verfasse diese Zeilen. Ein guter Anfang, um das Thema Zeit zu reflektieren.

Eine kleine unanfechtbare Gerechtigkeit unserer Welt ist, dass wir alle exakt gleich viel Zeit zur Verfügung haben: Nämlich 24 Stunden pro Tag. Das scheint denn aber schon der einzige Garant zu sein. Denn bereits bei erweiterten Gedanken rund um die Zeit gelten nur noch Statistiken und theoretische Gegebenheiten. So erwartet uns zwar ein durchschnittliches Dasein von 81.5 (Männer) und 85.3 (Frauen) Lebensjahren.

Was aber nützt das meinem vor wenigen Tagen tödlich verunglückten Freund? Er hat gut die Hälfte seines Kontingents „bezogen“. Irgendwer Anderes übernimmt die verbliebenen Lebensjahre. Dem Betroffenen selbst wie auch der Familie und den Freunden mag das ein schwacher Trost sein. Wie oft wünschen wir uns – abends, am Wochenende oder zum Ende des Jahres – noch etwas mehr Zeit verfügbar zu haben? In der Regel geht es dabei immer um Effizienz; oder um die Menge an Aufgaben, die uns der Alltag beschert und die wir nicht bewältigen konnten. Warum nur geht es (fast) nie um uns selbst? Viel zu selten suchen wir die Zeit für uns. Zu oft verpassen wir Momente und Augenblicke in ihrer geballten Intensität. Zu wenig schenken wir auch kleinen Wundern unsere Aufmerksamkeit.

Antje Heimsoeth (Business und Mental Coach) empfiehlt, jeden Abend im eigenen „Dankbarkeitstagebuch“ schöne – kleine wie grosse – und besonderen Dinge und Ereignisse des Tages festzuhalten. Mindestens deren drei sollten es sein. Der Fokus wird so auf das Wesentliche und Positive gelenkt. Und wir lernen, auch wieder am kleinen Detail Freude zu finden. Mit diesem einfachen, simplen Ritual habe ich den Blick fürs Einfache fokussiert. Unsere Zeit ist endlich. Und ich werde sie dazu nutzen, unendlich schöne Momente zu schaffen.

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5 Kommentare

  1. Avatar
    Markus Züger

    Geniesse Ferien ganz alleine in Ascona – und habe soeben Deine. Blog entdeckt. Deine Ausführungen gefallen mir, und das mit dem Tagebuch setze ich schon seit Jahren um.

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  2. Avatar
    Katharina Müller

    Vielen Dank für diesen wundervollen Text liebe Coni! Ich habe anfangs Jahr auch begonnen Tagebuch zu schreiben und muss sagen, dass mir diese Art von Reflexion sehr viel bringt! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Zeit um deine Projekte so umzusetzen, wie du es dir wünscht und viel Zeit für DICH und deine persönlichen Bedürfnisse.

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    Stephanie Geiger

    Liebe Coni

    Mit Freude habe ich deine Zeilen gelesen. Ich denke vielen ist nicht bewusst, was sie im Leben eigentlich haben und wie schön das Leben sein kann, wenn man es zulässt. Darum auch noch ein schöner Spruch den ich sehr gerne mag: live simply, dream big, be grateful, give love, laugh lots and never give up.

    Ich Freue mich wieder von dir zu lesen

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    Ursula Maurer

    Liebe Coni
    Welch anregende Worte finde ich hier! Aber wenn ich nicht so faul wäre… :-)!
    Die Zeit hat so viele Facetten. Wie ich diese fülle und für mich erlebbar mache, das ist ja der Krux! Muss ein bisschen darüber nachdenken! 😉

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  5. Avatar
    Michael Lochbihler

    Hallo Coni

    Wir wissen beide dass ich das durchschnittliche Alter von 81.5 Jahren, mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit nicht erreichen werde. Trotzdem hasst du sehr gute Worte gefunden die mich auch in der Zukunft weiter bringen werden. Das mit der Zeit ist so eine Sache. Samstag gehe ich für ein paar Tage Campen, da werde ich sicher noch den einen oder anderen Gedanken über meine Zukunft und meine Gesundheit machen.

    Bitte schreibe weiter… bin gespannt was als nächstes kommt.

    Liebe Grüsse
    Michi

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